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Schwarzer Schwan

Mit dem Begriff „Schwarzer Schwan“ wird (unter anderem im Wirtschaftsbereich) ein folgenschweres Ereignis bezeichnet, das nicht oder nur schwer vorhersehbar war und weitreichende, zumeist negative Konsequenzen für alle direkt und indirekt betroffenen Personen und Organisation hat.

Ein Schwarzer Schwan stellt die Paradigmen ihres bisherigen Denkens und Handeln zumindest in Frage und macht zum Beispiel oft die bisherigen Strategien von Unternehmen obsolet.

Schwarze Schwäne: Beispiele in jüngerer Zeit

Schwarze Schwäne war in jüngerer Zeit u.a. der 2004 von einem Erd- bzw. Seebeben ausgelöste Tsunami im indischen Ozean sowie das Atomreaktor-Unglück 2011 im japanischen Fukushima.

Weitere Schwarze Schwäne waren 2008 die Lehman-Pleite und die hierdurch ausgelöste Finanzkrise, die ihrerseits teilweise wiederum die kurze Zeit später folgende Eurokrise bewirkte. Ebenfalls ein Schwarzer Schwan war zumindest für viele Automobilindustrie-Zulieferer die durch die „Schummeleien“ mancher Autohersteller ausgelöste Dieselaffaire, da sie deren bisherige, in der Regel erfolgreichen Handlungs- bzw. Unternehmensstrategien obsolet machte.

Schwarzer Schwan: Corona-Epidemie

Ebenfalls ein Schwarzer Schwan, der jedoch voraussichtlich weitreichendere Folgen als zum Beispiel die „Dieselaffaire“ oder das primär regionale Ereignis Tsunami im indischen Ozean haben wird, ist aktuell die Corona-Virus-Epidemie oder gar Pandemie, da sie uns unter anderem die Fragilität des globalen Wirtschaftssystems vor Augen führt.

Historie des Begriffs „Schwarzer Schwan“

Der Begriff „Schwarzer Schwan“ geht auf das 2001 erschienene Buch des Publizisten, Finanzmathematikers und Investmentbänkers Nassim Nicholas Taleb „Fooled By Randomness“ zurück, das sich mit der Finanzgeschichte befasst. 2007 veröffentlichte er zudem ein Buch mit dem Titel „The Black Swan“, das sich mit unvorhersehbaren und folgenschweren Ereignissen jenseits des Finanzmarktes beschäftigt.
 
Taleb zufolge sind Schwarze Schwäne höchst seltene und unwahrscheinliche Ereignisse,
  • die meist extreme Auswirkungen für die direkt und indirekt Betroffenen haben,  
  • für die man jedoch im Nachhinein meist einleuchtende und verständliche Erklärungen findet.
Hierzu zählt er auch solche eher zufälligen Ereignisse wie die Entdeckung des Penizillins, die das Gesundwesen revolutionierte, und die Entdeckung Amerikas bei der Suche nach einem neuen Seeweg nach Indien.

Schwarze Schwäne zeigen kollektive blinde Flecken auf

Wie Taleb schon schrieb, findet man für die meisten Schwarzen Schwäne im Nachhinein Erklärungen. Das heißt, sie sind nicht so unvorhersehbar wie sie zumindest zum Zeitpunkt ihres Auftretens oft dargestellt werden. So gab es vor allen vorgenannten Schwarzen Schwänen in jüngster Zeit namhaft und renommierte Experten, die vor entsprechenden Ereignissen oder Entwicklungen warnten – dies gilt auch für den Schwarzen Schwan „Klimawandel“, der aktuell im Gefolge der Corona-Epidemie wieder an den Rand der öffentlichen Bewusstseins gedrängt wird. Das heißt wiederum, „Schwarze Schwäne“ machen eher schlagartig blinde Flecken im kollektiven Denken sichtbar.
 

Schwarze Schwäne machen Inkonsistenzen in Strategien sichtbar

Zudem machen Schwarze Schwäne  Inkonsistenzen in den Handlungsstrategien von Gesellschaften und Unternehmen sichtbar. So zum Beispiel, wenn im gesellschaftlichen Diskurs zwar im Bereich der Energie- und Lebensmittelversorgung über Regionalität bzw. eine verbrauchernahe Produktion debattiert wird, jedoch die medikamentöse Versorgung hierbei völlig vergessen wird, was aktuell im Zuge der Corona-Krise zu Versorgungsengpässen führt.

Das heißt wiederum, viele der sogenannten Schwarzen Schwäne hätten im Rückblick vermieden werden können bzw. eine bessere Vorsorge wäre möglich gewesen.

K&P hilft Unternehmen, „Schwarze Schwäne“ zu vermeiden

Solche Inkonsistenzen – u.a. aufgrund kollektiver blinder Flecken – existieren häufig auch in den Strategien der Unternehmen. Diese führen nicht selten mittel- und langfristig zu Existenzkrisen. Die Strategieberater der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner (K&P) unterstützen Unternehmen dabei, jenseits des Tagesgeschäfts solche „Brüche“ in ihren strategischen Überlegungen und Entscheidungen zu identifizieren und so Vorsorge zu betreiben, dass aus ihnen keine Schwarzen Schwäne werden, die im Extremfall ihre Existenz gefährden.

K&P-Berater-Video: Von Shareholder-Krise bis Existenzkrise - erklärt von Dr. Georg Kraus

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