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Prozesslandkarte

Eine Prozesslandkarte dokumentiert und visualisiert, welche Prozesse in einem Unternehmen existieren, wie diese zusammenhängen und welche Schnittstellen zu anderen Prozessen bzw. firmeninternen Kunden/Lieferanten existieren.

Prozesslandkarte visualisiert Prozesse und Ablauforganisation

Eine solche Übersicht ist im Betriebsalltag zumindest in größeren Organisationen nötig, da alle Unternehmen letztlich vernetzte (Beziehungs-)Systeme sind. Das heißt, in ihnen existieren mehrere bzw. viele (Geschäfts-)Prozesse, die häufig ineinander greifen und sich wechselseitig beeinflussen.

Dies erschwert nicht nur das Identifizieren und Beseitigen von Schwachstellen in den Einzelprozessen, sondern macht auch die Aufgabe, die Prozess zu gestalten, zu managen und zu steuern, oft sehr komplex, da ihr Ziel in der Regel lautet: Nicht nur die Einzelprozesse, sondern das gesamte System sollen fehlerfrei bzw. optimal funktionieren. Eine Prozesslandkarte hilft hierbei.

Prozesslandkarte macht Prozess-Beziehungen transparent

Eine Prozesslandkarte zeigt ähnlich wie das auf einer Straßenkarte abgebildete Straßennetz, wie ein Unternehmen organisiert ist und welche Beziehungen zwischen den Prozessen und Abläufen bestehen – und zwar so visualisiert, dass die Interdependenzen, also wechselseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen schnell zu erkennen sind. Das heißt: Eine Prozesslandkarte beschreibt die bestehenden Prozesse nicht inhaltlich, sondern bildet diese nur ab. In einer dazugehörenden Software oder in einem Handbuch können jedoch zudem detaillierte Beschreibungen der Prozesse hinterlegt sein.

Prozesslandkarte: die drei Prozessarten

In den meisten Prozesslandkarten werden folgende drei Prozessarten unterschieden.  
  • Managementprozesse: Sie geben die strategische Ausrichtung der Organisation vor und bilden die Klammer über alle weiteren Geschäftsprozesse. Sie umfassen alle strategischen und operativen Planungs- und, Steuerungsaktivitäten. Als Beispiele seien das Finanzmanagement, das Controlling und das Personalmanagement in Unternehmen genannt.
  • Kernprozesse: Sie machen das eigentliche „Geschäft“ des Unternehmens. Sie beschreiben sachlogisch die Abläufe, die zum Erfüllen des Geschäftszwecks nötig sind, und haben eine unmittelbare Auswirkung auf den Nutzen sowie Mehrwert, den Kunden geboten wird. Als Beispiele seien die Produktion, der Vertrieb, der Service genannt.
  • Supportprozesse (bzw. unterstützende Prozesse): Sie tragen nur mittelbar zur Wertschöpfung bei und werden von den externen Kunden in der Regel nicht wahrgenommen. Sie sind jedoch für das Erbringen der Leistung des Unternehmens bzw. die Wertschöpfung unerlässlich. Als Beispiele seien die Personalverwaltung, die IT, der Einkauf/die Beschaffung genutzt.

Prozesslandkarte hilft Komplexität zu managen

Eine Prozesslandkarte stellt die Prozesse sowie deren Charakter nicht nur dar, sondern illustriert auch die Wechselbeziehungen zwischen ihnen sowie die Schnittstellen. Sie macht sozusagen die Ablauforganisation transparent und reduziert für den Betrachter, die real vorhandene oder wahrgenommene Komplexität. Sie ist deshalb nicht nur ein wichtiges Tool der Prozessanalyse, sondern auch zum Optimieren der Einzelprozesse und des Gesamtsystems.

Beratung Erstellen und Arbeiten mit der Prozesslandkarte

Die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner unterstützt Unternehmen, sofern gewünscht, beim Erfassen und Dokumentieren ihrer Prozesse in einer Prozesslandkarte. Außerdem vermittelt sie ihren Prozessverantwortlichen die Einstellung sowie das Know-how und Können, das sie zum professionellen Wahrnehmen ihrer Aufgaben brauchen.

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